

Drei Geschichten vom Leben als Kind. Insbesondere die zweite und die dritte passen zum Thema „Gewalt überwinden": Die Zweite: Tom will eine Grube graben und fängt einfach an wo er gerade steht: im Salatbeet der Mutter. Das findet diese schlimm: „Ich bin es leid", sagt sie. „Nie tust du das, was du tun sollst. Ich will dich nicht mehr sehen. Du bist das lästigste Kind der Welt." ... „Verschwinde!". Tom ist es auch leid. Er wird sich seine Grube woanders graben und dort wohnen. Seine Mutter soll ihn fast nie mehr sehen. Er geht und gräbt in einem kleinen Wäldchen unter dem Baum, auf dem Bas seine geheime Hütte hat. Die beiden freunden sich an. Als Toms Mama ihn findet, wird nicht gleich alles gut. Tom ist ihr Schimpfen noch immer leid.
Die Dritte: „Sei schlauer als deine Faust" sagt die Mutter zu Marta. Marta und ihre Freunde werden auf dem Schulhof von Mona getreten, geschlagen, gebissen. Mit dem Satz in Kopf und Herz geht zurückschlagen nicht. „Trink deine Milch aus.", sagt Mutter auch noch. Dass die Quälerei aufhört, ist schlussendlich der Milch zu verdanken, die in den Kopf fließt, wenn man auf ihm steht, und das Hirn stark und schlau macht.
Die Geschichten stammen aus dem Alltag, einer Welt in der Erwachsene genervt sind und Kinder manchmal grausam.
Mut für drei
Von Bart Moeyaert
Aus dem Holländischen übersetzt von Mirjam Pressler
mit farbigen Illustrationen von Rotraut Susanne Berner
© Hanser Verlag
72 Seiten
ISBN-10: 3-446-20896-8
ISBN-13: 978-446-20896-4
€ 9,90
ab 6 Jahre
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