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Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt in der Nordelbischen Kirche
Eingestellt am: 25.10.2011

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Hilfe bei Konflikten | Konflikte und Gewalt 2 - präventive Konzepte, praktische Hilfen, Adressen


Aus dem Editorial

Als der Fachkreis Gewaltprävention vor drei Jahren den ersten Reader "Konflikte und Gewalt" herausgab, war die Resonanz der pädagogischen Praxis überwältigend und machte binnen  kurzer Zeit eine zweite Auflage erforderlich: Die Vorstellung  unterschiedlicher Konzepte, Ansätze und Formen gewaltpräventiver Arbeit, verknüpft mit einem umfangreichen Adressteil von Anlaufstellen und konkreten Hilfsangeboten in Hamburg und einer Übersicht über einschlägige Fortbildungsangebote, erwies sich für die schulische und außerschulische Arbeit als von großem Nutzen. In der jetzt neuen Ausgabe des Readers ist der Fachkreis der Frage nachgegangen, wie sich das Angebot an Hilfen und Praxismodellen weiter entwickelt und zu welchen Ergebnissen dies geführt hat.

Der Überblick zeigt einen Anstieg der Projekte und eine Vertiefung wie auch Verstetigung der unterschiedlichen Angebote: Die polizeiliche wie auch die schulische Gewaltpräventionsarbeit können auf eine nunmehr langjährige Praxis zurückblicken; Kurse und Maßnahmen zur Förderung der Zivilcourage gehören mittlerweile ebenso wie die Implementierung von Verfahren der Streitschlichtung, die mehrtägige schulische Projektarbeit oder die sozialraumorientierte Präventionsarbeit zum Kanon gewaltpräventiver Ansätze. Über 5000 SchülerInnen haben inzwischen an Zivilcourage-Kursen teilgenommen und gelernt, Hilfe zu holen und sich deeskalierend zu verhalten. Fast 60 Schulen haben  seither an dem anspruchsvollen Programm der Ausbildung von SchülerInnen zu StreitschlichterInnen teilgenommen; an 250 Schulen hat in engem Zusammenwirken von Polizei und Schule regelmäßiger Präventionsunterricht stattgefunden - Zahlen, die sich sehen lassen können und von der Relevanz dieser Praxismodelle zeugen.

Kontinuität und Neuerung zugleich zeigen sich im Feld der Arbeit mit gewaltbereiten Jungen und Männern sowie im Umgang mit (besonders )gefährdeten Heranwachsenden. Hilfen für von sexualisierter Gewalt betroffene Mädchen und Frauen sind wie Hilfen für die Opfer von Gewalttaten längst fester Bestandteil des wirkungsvollen Interventions- und Unterstützungsnetzwerks in dieser Stadt.

Das Augenmerk des neuen Readers liegt in der Vorstellung verschiedener Praxisansätze und der Schilderung ihrer jeweiligen Erfahrungen: Die Beschreibung und Reflexion der konkreten Arbeit von Einrichtungen, Anlaufstellen und Projekten soll nicht nur über das vielfältige Spektrum informieren, sondern auch anregen, selbst initiativ zu werden, durch eigene Mitwirkung dazu beizutragen, Konflikte kreativ und konstruktiv zu lösen, damit Gewalt keinen Raum einnehmen kann.

Heft 1: http://www.jiz.de/pdf/konflikte.pdf

Heft 2:http://www.jiz.de/pdf/konflikte2.pdf