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Gewalt überwinden
Erst New York, dann Madrid, jetzt London und die Türkei. Dazu die Kriege in Afghanistan und Irak. Man kann es kaum glauben: Wir befinden uns mitten im Jahrzehnt der Gewaltlosigkeit. Das zumindest hatte die UNO für die Jahre 2001 bis 2010 ausgerufen und eine "Kultur des Friedens" gefordert.
Die Auswirkungen des Terrorismus gehen weit über die unmittelbare Wirkung des eigentlichen Terroranschlages im betreffenden Land hinaus: Sie äußern sich zunächst in diffusen Bedrohtheitsgefühlen der Bevölkerung und einer damit verbundenen Bereitschaft, Einschränkungen der persönlichen Freiheit (zum "Schutz" der Freiheit) hinzunehmen. Hysterie und Fremdenfeindlichkeit, Misstrauen gegenüber Ausländern, Verfestigung von Vorurteilen sind ebenfalls zu nennen. Terroranschläge können so instrumentalisiert werden, um eine verstärkte Aufrüstung des eigenen Landes mehrheitsfähig zu machen. Sie sind weiter spürbar wirtschaftlicher Natur ( Rückgang des Flugverkehrs nach dem 11. September 2001, Rückgang des Tourismus in Israel nach Beginn der Intifada,...). Wichtig ist zu erkennen, dass diese Langzeitwirkungen in der Regel erheblich mehr Opfer fordern als die eigentlichen Anschläge selbst (vergleiche zum Beispiel die 3500 Toten des 11. September 2001 mit der Zahl der Opfer im Zusammenhang mit den darauf folgenden Angriffskriegen gegen Afghanistan und den Irak).
Terrorismus ist der Beginn eines Teufelskreises von Gewalt und Gegengewalt!
" Die Spirale von Hass und Gewalt muss unterbrochen werden"
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