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Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt in der Nordelbischen Kirche
Eingestellt am: 25.10.2011
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Peace of art | Palästinensische Künstler
Installation, Objekt

Manal MahamidManal Mahamit
Transportiert die bedrückende Grenzerfahrung überzeugend in einen Kunstraum in Form von Fotografien, Installationen und Objekten.
Normalerweise sind rote Rosen in einem Plastikeimer ein schöner Anblick, denn man verbindet diese Präsentation mit der eigenen Erfahrung des Einkaufs in einem Floristengeschäft. Und selbst eine Vielzahl von Plastikeimern mit roten Rosen sind an sich nicht negativ belastet. Manal Mahamid jedoch stapelt diese Roseneimer übereinander und versperrt den Ausgang - oder Eingang - eines Raumes mit diesem neu definierten Raumteiler. Ein unverputzter Mauerdurchbruch jedoch gibt den Suchenden den Weg frei.
Es sind unerwartete Sackgassen, die Manal Mahamid zu ihrem Thema werden ließ. Entstanden in einem Leben, das von Angst und Terror geprägt ist, in dem selbst Rosen zur Waffe, zur Falle werden können.
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 Eine nierige Mauer, verschalt mit Baukonstruktionsbrettern, das Füllmaterial gestapeltes Papier, auf jedem Bündel sichtbar ein Brief mit roter Tinte geschrieben: Ein Liebesbrief. Hier einige Auszüge: "Ich schreie zu dieser betäubten, arabischen Welt, welche ihren Fähigkeiten, sich auszudrücken, kritisch gegenübersteht, dass ich dich liebe. Aber die tobenden Probleme zwischen uns und der brausende, barbarische israelische Beschuss auf den Süden meines Herzens entfachten in diesem die Wut... Vielleicht werde ich diese Wörter in einer Situation der Wut zerreißen oder vielleicht wirst du sie zerreißen; aber es gibt hier für dich eine immer noch erhobene Hand, die sagt: Ich liebe dich. Immer zu deinem Geburtstag... wede ich dir in Rot schreiben, der Farbe der Fahne des Arbeiters.
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MauerIch werde dir ein Lied von Scheich Imam singen, in Erinnerung an den ...Geburtstag eines Kindes der Erde Palästinas. Ich werde dich lieben, ja ich werde dich lieben. In dem Moment der Entstehung eines großartigen Menschen entsteht vor meinen und vor deinen Augen auch ein anderer großartiger Mensch. Ich kann diese ganze Entfernung nicht mehr ertragen, diese ganze Heimatlosigkeit, diese ganze Herabwürdigung. Ich bin noch nicht von meiner Reise der Selbstbildung zurückgekehrt und ich bin versunken in den Meeren der Bestrebungen und der Hausaufgaben. Ich bin versunken im Nachdenken über meine Haltung gegenüber dem zionitischen Staat und über die Art und Weise, wie du dich kleidest." ( Autor nicht genannt; übersetzt von Mareike Kesten)
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Installation, Malerei, Zeichnung, Objekt

Khader OshahKhader Oshah
Sepulkrale Mahnstätten der Vergänglichkeit schweben zwischen subjektiver Trauer und Erinnerungsarbeit.
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Gesichter der eigenen FamilieIm Zentrum der künstlerischen Arbeit von Khader Oshah steht die eigene Familie, die Trauer über die Entfremdung und die Trennung, das Nicht-Sehen oder Nicht-Erreichen-Können aus politischen Gründen. Grenzen, Stacheldraht verhindert es, dass ein Sohn seine Mutter in die Arme nehmen kann. Gesichter verschwimmen im Laufe der Jahre des Nicht-Sehens und verlieren ihre Binnenzeichnungen. So sind es im wesentlichen Grabmale, die Khader Oshah für seine Familie, für seine Lieben setzt. Dabei benutzt er dekorative Formelemente der islamischen Kunst und Kunsthandwerkliches, wie Teppiche und Kleidung.
Wenn er zeichnet, dann aus der Erinnerung und in manisch getriebener Eile. Es entsteht dabei Zeichnung um Zeichnung, Gesicht neben Gesicht. Eine spezielle Technik verwendete er im Haus am Schüberg. Mit einem in Entwicklerflüssigkeit getauchten Pinsel malte er seine Porträts auf Photopapier. Nach einer kurzen Zeitspanne der Belichtung wurden die Blätter fixiert und gewässert. Eine neue Art der Fotomalerei war entstanden, die eine überraschende Vielzahl von unterschiedlichsten Fabtönen ausweist, wobei das Porträt jeweils das bidlbestimmende Motiv blieb.
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StahltonneIn seinem Projekt "Besun 21" verpackte er eine Vielzahl von Zeichnungen und Objekten, auch Objekte der teilnehmenden Künstler, in einer Stahltonne, versiegelte diese und vergrub sie im Innenhof ders Kreuzganges in der Erde. In einundzwanzig Jahren soll sie wieder geborgen werden. Ein Anlaß, der alle Teilnehmer wieder zusammenführen sollte.
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Installation, Zeichnung

Nasreen Abu BakerNasreen Abu Baker
Provokante Positionierung in der Malerei zwischen Ästhetik und Aufschrei
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 Eine Installation mit zementgefüllten, aufrechtstehenden Jeanshosen, aus denen Konstruktionsstahl herausragt. Ein trostloses und tieftrauriges Abbild der diskriminierenden Realität von arabischen Arbeitern, die als menschliche Mauer zusammengestellt wurden.
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 Ihre malerischen Arbeiten sind stark reduziert und provokativ, dabei plakativ und durchaus in der Nähe von Zerr- und Spottbildern anzusiedeln.
Die in Ammersbek entstandenen Arbeiten waren zunächst als Flaggen geplant, die von einer Stacheldrahtvorrichtung herunter hängen sollten. Schließlich entstanden sechs Piktogramme auf naturbelassener Leinwand, diese wurden auf Keilrahmen aufgezogen.
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 Die Werke Nasreen Abu Baker`s sprechen den Betrachter in unmittelbarster Weise an und stellen Fragen nach dem grundlegenden Sinn von Leben, Politik, Gewalt und nach der Funktion von Kunst in diesem schrecklichen Durcheinander.
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Malerei, Skulptur

Salem Munir DiabSalem Munir Diab aus Tamra
Die Sprache der Arbeiten von Salem Munir Diab sind an der Oberfläche leicht zu deuten
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 "Palestine" ist leicht zu identifizieren und zu lesen und für den arabischen Mächtigen auch das Wort "A`lam", das für "Flagge" steht und sich aus den Buchstaben: "A´.L-M" zusammensetzt. Doch gibt es eine phonetische Nähe zu dem Wort "AÈLEM",was Wissen bedeutet. So wird die Installation aus Zeitungspapier, Spiegelglas, Schrauben zu einem Spiel über Wissen, Weismachen, Identität und politische Positionierung. Wogegen in dem Wort "Palestine" bereits der Same für kommende Generationen enthalten ist, der schon auf ein Stück fruchtbare Erde herabrieselt, um dort zu neuem Leben erweckt zu werden. Dabei spaltet Salem Munir Diab seine Objekte gerne in zwei oder drei Teile auf. So manifestiert er seine eigene Position, die er als einen Balanceakt zwischen mehreren Welten auf mehreren Ebenen wahrnimmt. Es ist der nicht zufriedenstellende Prozess des "Nicht Fisch - nicht Fleisch", des Nicht-drinnen und Nicht-draußen-Seins. Entsprechend zieht er den Betrachter auf seine Seite und fordert eine klare Auseinandersetzung mit den vielfältigen Formen der nur scheinbar greifbaren Illusion von Realität.
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