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Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt in der Nordelbischen Kirche
Eingestellt am: 25.10.2011
60 Jahre Kriegsende
Vortragsreise : KDV im 2. Weltkrieg
Weitgehend unbekannt ist aber noch immer, dass auch in Großbritannien und den USA Menschen den Kriegsdienst verweigert haben - und zwar nicht, weil sie mit Hitlers Zielen sympathisierten, sondern aus ihrer christlichen oder ethischen Überzeugung heraus, die sie jeden Kriegsdienst ablehnen ließ. So haben in Großbritannien über 64.000 Männer den Kriegsdienst verweigert. Viele von ihnen sind dafür ins Gefängnis gewandert. 10.836 Männer konnten einen "Nicht-Kampf-Dienst" ableisten. In den USA, in denen es seit 1940 ein Kriegsdienstverweigerungsgesetz gab, hatten ebenfalls Tausende einen "Nicht-Kampf-Dienst" gewählt, etwa 16.500 akzeptierten eine "Arbeit von nationaler Wichtigkeit". Da das Gesetz aber einige Schwächen hatte, die es für überzeugte Kriegsdienstverweigerer unakzeptabel machte, wurden bis zum Ende des Krieges etwa 6.000 Kriegsdienstverweigerer zu Gefängnisstrafen verurteilt - davon 5 Mitarbeiter des amerikanischen Versöhnungsbundes. Sechzig Jahre nach dem Kriegsende haben wir zwei der noch lebenden Kriegsdienstverweigerer aus den USA nach Deutschland eingeladen. Wir wollen gemeinsam der Frage nachgehen, warum sie die Teilnahme an diesem landläufig als gerechtesten aller gerechten Kriege bewerteten Krieg verweigert haben. Und wir möchten von Ihnen hören, wie es ihnen bei ihrer Kriegsdienstverweigerung und im Leben danach ergangen ist. Vom 9.5. bis 25.5.2005 werden George Houser und Dr. Charles Swift eine Rundreise durch verschiedene Städte in Deutschland unternehmen. Den Abschluss der Reise bildet die Teilnahme am Evangelischen Kirchentag in Hannover vom 25.5. - 29. 05. 2005. |




Am 8. Mai 2005 jährt sich zum sechzigsten Mal das Ende des 2. Weltkrieges, die Befreiung vom Nationalsozialismus. Dabei wird sicherlich wie an allen vorherigen Jahrestagen an die Schlachten des Krieges und ihre Opfer erinnert. Und es wird erneut betont, dass der Sieg der Alliierten notwendig war, um Deutschland, Europa und die Welt von Hitler zu befreien. Nur so, so das immer wieder zu hörende Argument, konnte Auschwitz befreit und der Holocaust gestoppt werden. Erst in den letzten Jahren wird auch an die Männer gedacht, die sich dem Dienst in der deutschen Wehrmacht widersetzt und dabei ihr Leben riskiert oder es verloren haben. Hermann Stöhr und Franz Jägerstätter sind Beispiele dafür.